Erkenntnis & Sinn
-
Sensemaking in Organisationen: Psychologische Grundlagen
Wie Organisationen Sinn erzeugen, bevor sie handeln Abstract Organisationen gelten oft als rationale Systeme, die auf Informationen reagieren und Entscheidungen umsetzen. Der Sensemaking-Ansatz widerspricht dieser Vorstellung grundlegend. Er beschreibt Organisationen als Sinnsysteme, in denen Handeln nicht auf objektiven Gegebenheiten beruht, sondern auf kollektiv erzeugten Bedeutungen. Der vorliegende Beitrag legt die psychologischen Grundlagen des Sensemaking dar
-
Warum objektive Führung eine Illusion ist
Zur psychologischen Unmöglichkeit neutraler Entscheidungen Abstract Der Anspruch objektiver Führung ist tief in Managementdiskursen verankert. Entscheidungen sollen faktenbasiert, rational und neutral getroffen werden. Dieser Beitrag zeigt, warum genau dieser Anspruch psychologisch nicht haltbar ist. Auf Basis kognitionspsychologischer, sozialpsychologischer und organisationstheoretischer Forschung wird argumentiert, dass Führung nie objektiv sein kann, weil Wahrnehmung, Bewertung und Entscheidung untrennbar
-
Führung als Konstruktionsleistung von Realität
Warum Führung nie neutral ist – und nie sein kann Abstract Führung wird häufig als zielgerichtete Einflussnahme verstanden: planen, entscheiden, umsetzen. Diese Perspektive verkennt jedoch eine zentrale psychologische Tatsache: Führung wirkt primär nicht über Handlungen, sondern über Deutungen. Führungskräfte konstruieren Wirklichkeit – für sich selbst und für andere. Der vorliegende Beitrag argumentiert, dass Führung weniger
